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Erfolge für unsere Mandanten vor Gericht aus der Praxis

Erfolgsstory: Freispruch für albanischen Staatsangehörigen nach schweren Vorwürfen

Ein albanischer Staatsangehöriger geriet in Österreich ins Visier der Strafverfolgungsbehörden.

Der Vorwurf: Er soll gewerbsmäßig im Rahmen einer kriminellen Vereinigung zahlreiche Wohnungseinbrüche begangen haben. Aufgrund der Schwere der Anschuldigungen wurde er in Untersuchungshaft genommen. Wir übernahmen den Fall und setzten uns mit Entschlossenheit und Expertise für unseren Mandanten ein. Bereits im Ermittlungsverfahren wurden die Beweise akribisch analysiert und Schwachstellen in der Beweisführung der Staatsanwaltschaft aufgedeckt. Durch eine gezielte Verteidigungsstrategie konnte im Hauptverfahren erfolgreich dargelegt werden, dass die vorgebrachten Beweise weder eindeutig noch belastend genug waren, um die Schuld des Mandanten zweifelsfrei nachzuweisen.

Das Ergebnis: 

⚖️ Freispruch! 

🔓 Enthaftung!

Der albanische Staatsangehörige konnte die Untersuchungshaft verlassen und wurde von sämtlichen Vorwürfen entlastet. Diese Erfolgsgeschichte zeigt, wie entscheidend eine fundierte und engagierte Strafverteidigung für die Wahrung der Rechte von Beschuldigten ist - insbesondere in komplexen und sensiblen Verfahren.

Freispruch vom Vorwurf der Korruption

Ein leitender Angestellter sah sich mit einer außergewöhnlich belastenden und langwierigen Situation konfrontiert. Nach fast zehn Jahren intensiver Ermittlungen wurde gegen ihn Anklage nach § 168b StGB erhoben, einer Bestimmung, die wettbewerbsbeschränkende Absprachen in Vergabeverfahren unter Strafe stellt. 

Die Vorwürfe waren komplex und erforderten eine detaillierte Auseinandersetzung mit den rechtlichen und sachlichen Hintergründen. Trotz der langen Dauer des Ermittlungsverfahrens, das nicht nur berufliche, sondern auch persönliche Belastungen für meinen Mandanten mit sich brachte, blieb er zuversichtlich und entschlossen, seine Unschuld zu beweisen. In meiner Funktion als Verteidiger habe ich zunächst die umfangreichen Ermittlungsakten genauestens analysiert. Dabei stellte sich schnell heraus, dass die Anklage auf Indizien und Annahmen beruhte, die einer genauen rechtlichen Überprüfung nicht standhalten würden. Ein zentraler Bestandteil der Verteidigung war es, die Schwächen in der Beweisführung aufzuzeigen und alternative Erklärungen für die vorgebrachten Anschuldigungen darzulegen. 

Ein weiterer wichtiger Schritt war die Befragung von Zeugen und die akribische Vorbereitung auf die Verhandlung, um die Glaubwürdigkeit meines Mandanten und die Unhaltbarkeit der Vorwürfe klar darzustellen. Das Ergebnis: 

⚖️ Freispruch! 

Nach mehreren intensiven Verhandlungstagen fiel das Urteil: Freispruch in allen Punkten. Das Gericht erkannte, dass die vorgebrachten Beweise nicht ausreichten, um die Vorwürfe nach § 168b StGB zu stützen. Mein Mandant wurde vollständig rehabilitiert. Der Freispruch markiert nicht nur das Ende eines belastenden Kapitels im Leben meines Mandanten, sondern auch einen Sieg für die Rechtsstaatlichkeit und die Bedeutung sorgfältiger Verteidigung. Für meinen Mandanten bedeutet dies, dass er sich nun wieder uneingeschränkt seinem Beruf und seinem Privatleben widmen kann, ohne die Schatten eines langjährigen Verfahrens über sich zu haben. 

Dieser Fall zeigt, wie entscheidend eine kompetente und zielgerichtete Verteidigung in komplexen Strafverfahren sein kann. Als Rechtsanwalt bin ich stolz, meinen Mandanten durch diese schwierige Zeit begleitet und für Gerechtigkeit gesorgt zu haben. Der Freispruch ist ein Beweis dafür, dass auch nach langen Ermittlungsverfahren eine gründliche Prüfung der Fakten und eine starke Verteidigung zum Erfolg führen können.

Freispruch vom Vorwurf der Körperverletzung

Ein scheinbar aussichtsloser Fall: Mein Mandant, ein Mann mit einer schwierigen Vergangenheit, mehrfach vorbestraft und in einer offenen Bewährungszeit, wurde von seiner Nachbarin beschuldigt, er habe ihr einen Faustschlag versetzt und sie somit am Körper verletzt (§ 83 StGB). Die Anklage basierte auf ihrer Aussage und mehreren Fotos, die eine sichtbare Verletzung und deren Verlauf zeigten. Es schien, als sei der Weg in die nächste Haft vorgezeichnet.

Doch vor Gericht zeigt sich, dass nicht immer alles so klar ist, wie es zunächst aussieht.

Von Anfang an setzte ich auf eine präzise Analyse der belastenden Beweise (insbesondere der Aussagen der Nachbarin) und eine sorgfältige Vorbereitung. Obwohl die Nachbarin eine Verletzung vorweisen konnte, galt es, den Vorfall kritisch zu hinterfragen. Ich konzentrierte mich auf mögliche Widersprüche in ihren Aussagen, die Entstehungsgeschichte der Verletzung und darauf, ob diese tatsächlich meinem Mandanten zugeordnet werden konnte.

Vor Gericht legte die Anklage großen Wert auf die Aussage der Nachbarin. Doch ihre Darstellung geriet ins Wanken. Sie widersprach sich in (entscheidenden) Details. Ein weiterer entscheidender Punkt waren die vorgelegten Fotos. Durch die Hinzuziehung eines Sachverständigen konnte dargelegt werden, dass die Art der Verletzung auch durch einen Sturz oder einen anderen äußeren Einfluss hätte verursacht werden können. 

Zudem konnte ich die Vorladung von Zeugen aus dem Umfeld meines Mandanten beantragen, die glaubwürdig schilderten, dass es zur vermeintlichen Tatzeit keinen Kontakt zur Nachbarin gegeben hat. 

Nach einer intensiven Verhandlung samt Gutachten und Plädoyer, das die Zweifel an der Schuld meines Mandanten deutlich hervorhob, entschied das Gericht auf Freispruch. Der Richter führte aus, dass die vorliegenden Beweise nicht ausreichten, um meinen Mandanten zweifelsfrei zu verurteilen.

Dieser Fall zeigt, dass auch bei einer belastenden Vorgeschichte und scheinbar erdrückender Beweislage ein Freispruch möglich ist. Jeder hat das Recht auf eine faire Verteidigung und jeder Fall verdient es, gründlich geprüft zu werden. 

Mein Mandant ist überglücklich, diese schwere Last von seinen Schultern genommen zu bekommen. Er hat die zweite Chance, die ihm die Justiz gewährt hat, fest entschlossen ergriffen. Ein weiterer Beweis dafür, dass es sich lohnt, für die Rechte und die Unschuldsvermutung jedes Einzelnen zu kämpfen.

Erfolgreich verteidigt: Nötigung im Straßenverkehr?

Ein Bremsmanöver – und plötzlich stand der Vorwurf der Nötigung im Raum.

Mein Mandant – ein unbescholtener Familienvater – sah sich plötzlich mit einer massiven Anschuldigung konfrontiert: Angeblich soll er einen anderen Autofahrer auf der Straße überholt und anschließend bewusst ausgebremst haben. Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage wegen Nötigung (§ 105 StGB) vor dem Landesgericht für Strafsachen.

Im Zentrum der Verteidigung stand die Frage: Reicht ein Bremsmanöver aus, um als Gewalt im Sinne des Gesetzes zu gelten?

Wir konnten in der Hauptverhandlung überzeugend darlegen, dass das fragliche Bremsmanöver weder besonders abrupt noch gefährlich war – und damit nicht die Schwelle zur strafbaren Gewalt überschritt. Darüber hinaus argumentierten wir erfolgreich, dass niemand ernsthaft davon ausgeht, dabei sein eigenes Fahrzeug zu beschädigen – eine Voraussetzung, die für eine strafrechtliche Verurteilung wegen Nötigung zwingend gegeben sein muss.

⚖️ Freispruch. 

Die Anklage konnte nicht halten, was sie versprach. Für meinen Mandanten bedeutete das: Kein Strafregistereintrag, keine (bedingte) Haftstrafe, keine Geldstrafe, kein Reputationsverlust.

Körperverletzung in der U-Bahn? Nicht mit uns – Freispruch!

Ein Gerangel mit einem Kontrollor – und plötzlich steht eine Anklage wegen Körperverletzung im Raum.

Mein Mandant, ein junger Mann, wird an einer Wiener U-Bahn-Station von einem Kontrolleure-Team wegen seines Tickets angesprochen. Pech: Die Jahreskarte liegt zu Hause, der Ausweis ebenfalls. Was als banale Kontrolle beginnt, eskaliert – es kommt zu einem Gerangel. Der Kontrollor erleidet eine Platzwunde an der Stirn.

Die Folge? Anklage wegen Körperverletzung nach § 83 StGB – mit erhöhter Strafdrohung! Denn wer gegen Personen vorgeht, die mit der „Kontrolle der Beförderungsbedingungen“ betraut sind, riskiert bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe (§ 83 Abs 3 Z 1 StGB). Als wäre das nicht genug, fordert das Verkehrsunternehmen auch noch knapp 14.000,00 Euro Schadenersatz.

Doch: Nicht jede Eskalation ist ein Verbrechen.

In der Hauptverhandlung wurde klar: Nicht mein Mandant war der Angreifer – sondern der Kontrollor. Die Beweislage zeigte eindeutig: Wenn mein Mandant überhaupt eine Verletzung verursacht wurde, dann in Notwehr!

⚖️ Das Ergebnis: glatter Freispruch!

🛡️ Notwehr anerkannt!

❌ Anklage gescheitert!

💶 Schadenersatz abgewehrt!

Freispruch trotz schwerer Vorwürfe – unsere Verteidigung zeigt Wirkung

Zwei Personen, eine Bar, massive Vorwürfe – doch am Ende: Freispruch.

Unsere Mandantin sah sich mit gravierenden Anschuldigungen konfrontiert: Sie soll zwei Personen in einer Innenstadtbar mit Faustschlägen und Tritten attackiert und dadurch körperlich verletzt (§ 83 Abs 1 StGB) haben. Die Vorwürfe klangen erst heftig – doch was bleibt davon vor Gericht übrig?

Nichts.

Denn an zwei Verhandlungstagen wurde klar: Die Darstellung der Anklage und der Belastungszeugen wackelte. Widersprüchliche Aussagen, fragwürdige Erinnerungen – und: keine objektivierbaren Verletzungen, die den behaupteten Angriffen entsprochen hätten. Unsere Verteidigung hat den Finger genau in diese Wunde gelegt.

Durch gezielte Beweisanträge – insbesondere zur Einvernahme entlastender Zeugen – und eine konsequente Strategie konnte der Zweifel gesät werden, den das Recht fordert: in dubio pro reo.

⚖️ Das Ergebnis: vollständiger Freispruch!

💶 Schadenersatz abgewehrt!

Wir kämpfen – mit Präzision, Hartnäckigkeit und dem unbedingten Ziel, für unsere Mandant:innen Gerechtigkeit durchzusetzen. Auch gegen scheinbar übermächtige Vorwürfe.

Freispruch vom Vorwurf der gefährlichen Drohung (§ 107 StGB)

Ein Mandant wurde wegen des Vorwurfs der gefährlichen Drohung gemäß § 107 StGB angeklagt. Ihm wurde vorgeworfen, im Rahmen eines therapeutischen Gesprächs eine Therapeutin mit einem Messer bedroht zu haben.

Im Strafverfahren stand im Wesentlichen Aussage gegen Aussage. Eine eindeutige, objektiv gesicherte Beweislage lag nicht vor. Im österreichischen Strafrecht gilt jedoch: Ein Schuldspruch setzt voraus, dass das Gericht von der Schuld überzeugt ist. Bleiben Zweifel, müssen diese zugunsten des Angeklagten berücksichtigt werden – in dubio pro reo.

Durch eine sorgfältige Verteidigung und die genaue Prüfung der Aussage- und Beweislage konnte aufgezeigt werden, dass der Tatvorwurf nicht mit der für eine Verurteilung erforderlichen Sicherheit nachgewiesen war.

Ergebnis: Freispruch.

Jedes Strafverfahren verlangt eine individuelle und konsequente Verteidigung. Gerade bei Vorwürfen wie gefährlicher Drohung, bei denen häufig Aussage gegen Aussage steht, ist eine frühzeitige anwaltliche Beratung entscheidend.

Schlagworte: Freispruch, gefährliche Drohung, § 107 StGB, Strafverteidigung, Aussage gegen Aussage, Strafverfahren, Rechtsanwalt Wien, Verteidiger Österreich.

Freispruch vom Vorwurf der Urkundenfälschung (Meisterprüfungszeugnisse): Erfolgreiche Strafverteidigung durch Rechtsanwalt Mag. Laurenz Villani

Kurz zusammengefasst: Eine Mandantin unserer Kanzlei wurde von schwerwiegenden strafrechtlichen Vorwürfen im Zusammenhang mit angeblich gefälschten Urkunden vollständig freigesprochen. Der Fall zeigt, wie entscheidend eine sorgfältige, beweisorientierte Verteidigung sein kann – besonders dann, wenn jemand selbst Opfer einer Täuschung durch Dritte geworden ist.

Der Fall: Ein schwerwiegender Vorwurf

Unserer Mandantin wurde vorgeworfen, im beruflichen Zusammenhang gefälschte Dokumente verwendet zu haben, die für behördliche Anmeldungen und Genehmigungen relevant waren. Vorwürfe dieser Art wiegen schwer: Sie berühren nicht nur die persönliche Reputation, sondern können auch erhebliche berufliche und finanzielle Folgen nach sich ziehen.

Von Anfang an bestand unsere Mandantin darauf, selbst gutgläubig gehandelt und die betreffenden Unterlagen im Vertrauen auf deren Echtheit verwendet zu haben – ohne Kenntnis davon, dass sie tatsächlich gefälscht waren.

Die Verteidigungsstrategie

Der Schlüssel zu diesem Erfolg lag in einer klaren, gut vorbereiteten Verteidigungsstrategie:

  • eine sorgfältige und lückenlose Aufarbeitung des Sachverhalts,
  • die gezielte Einbindung entlastender Zeugen,
  • eine glaubwürdige und in sich stimmige Darstellung der Geschehnisse vor Gericht.

Durch diese Vorgehensweise konnte das Gericht überzeugt werden, dass die Darstellung unserer Mandantin nachvollziehbar und plausibel war.

Das Ergebnis: Freispruch

Das Gericht sprach unsere Mandantin von sämtlichen Vorwürfen frei. Ausschlaggebend war, dass ihre glaubwürdige Verantwortung durch die unter Wahrheitspflicht gemachten Angaben mehrerer Zeugen bestätigt wurde. Im Ergebnis stand fest: Es bestanden nicht die für eine Verurteilung erforderlichen Zweifel an ihrer Unschuld.

Was dieser Fall zeigt

Dieser Erfolg verdeutlicht ein wichtiges Prinzip: Nicht jeder, der mit einem schwerwiegenden strafrechtlichen Vorwurf konfrontiert wird, ist tatsächlich schuldig. Gerade im beruflichen Alltag – etwa bei behördlichen Anmeldungen oder der Vorlage von Unterlagen – kann man unwissentlich in eine missliche Lage geraten, wenn Dritte täuschen oder betrügen.

Eine engagierte und erfahrene Strafverteidigung kann in solchen Fällen den entscheidenden Unterschied machen: durch sorgfältige Beweisführung, überzeugende Zeugenarbeit und eine klare Darstellung der Wahrheit vor Gericht.

Strafverteidigung durch Rechtsanwalt Mag. Laurenz Villani

Wenn Sie mit einem strafrechtlichen Vorwurf konfrontiert sind, zählt rasches und professionelles Handeln. Als erfahrener Strafverteidiger in Wien begleite ich Sie mit einer durchdachten Strategie – von der ersten Einvernahme bis zur Hauptverhandlung.

Kontaktieren Sie mich für eine vertrauliche Erstberatung.

Vollständiger Erfolg vor dem Handelsgericht Wien: Klage gegen Installationsunternehmen in allen Punkten abgewiesen

Für ein Wiener Installationsunternehmen hat Rechtsanwalt Mag. Laurenz Villani vor dem Handelsgericht Wien einen vollständigen Prozesserfolg erzielt. Eine Klage über EUR 32.500,00 samt einem weitreichenden Feststellungsbegehren wurde zur Gänze abgewiesen. Die klagenden Wohnungseigentümer wurden überdies zum Ersatz der Prozesskosten von EUR 8.397,79 verpflichtet.

Der Hintergrund: Wenn der Bauträger ausfällt

Die Kläger hatten ein Wohnhaus im Wege eines Bauträgervertrags erworben. Nachdem sie Probleme mit dem Ablauf des Badewannenwassers und, wie sie später behaupteten, mit dem Gefälle der Abwasserleitungen im gesamten Haus bemerkt hatten, wandten sie sich zunächst an den Bauträger. Dieser und die von ihm beauftragte Generalunternehmerin gerieten jedoch in Insolvenz. Die Kläger nahmen daraufhin das Unternehmen in Anspruch, das im Auftrag der Generalunternehmerin die Sanitärinstallationen ausgeführt hatte, und stützten ihre Klage auf eine angebliche Zusage, die dieses bei einem gemeinsamen Schlichtungstermin im März 2023 abgegeben haben sollte.

Die Verteidigung: Klare Vertragsverhältnisse, klare Reichweite

Mag. Villani trat dem Vorbringen mit einer konsequenten Analyse der vertraglichen Beziehungen entgegen. Das Installationsunternehmen stand weder zu den Klägern noch zum Bauträger in einem Vertragsverhältnis, sondern ausschließlich zur Generalunternehmerin. Die beim Termin besprochenen Maßnahmen, nämlich eine neue Abwasserleitung für die Badewanne und ergänzende Lüftungsventile, hatte das Unternehmen im Sommer 2023 ordnungsgemäß umgesetzt, womit das Abflussproblem der Badewanne vollständig behoben war. Eine darüber hinausgehende Verpflichtung gegenüber den Klägern, insbesondere zur mangelfreien Herstellung sämtlicher Installationen oder gar zur Verlegung von Fliesen, hatte das Unternehmen nie übernommen.

Die Entscheidung

Das Handelsgericht Wien folgte dieser Argumentation vollumfänglich. Nach Auffassung des Gerichts waren die Erklärungen des Geschäftsführers beim Schlichtungstermin auch aus Sicht der Kläger objektiv erkennbar nicht auf die Begründung einer neuen, eigenständigen Verpflichtung gegenüber den Wohnungseigentümern gerichtet, sondern lediglich Ausdruck der Bereitschaft, bestehende vertragliche Pflichten gegenüber der eigenen Auftraggeberin zu erfüllen. Selbst wenn man eine Verpflichtung unterstellte, wäre diese auf die konkret besprochenen Arbeiten beschränkt gewesen, die das Unternehmen nachweislich erbracht hatte. Die nunmehr geltend gemachten Sanierungskosten resultierten aus gänzlich anderen Maßnahmen, die sich auf die behauptete ursprüngliche Mangelhaftigkeit stützten.

Bemerkenswert ist auch, dass das Gericht dem außergerichtlichen Vergleichsangebot sowie der Meldung an die Haftpflichtversicherung keinerlei Indizwirkung im Sinne eines Schuldeingeständnisses beimaß. Das Feststellungsbegehren scheiterte folgerichtig bereits dem Grunde nach.

Was Unternehmer aus dem Verfahren mitnehmen können

Der Fall verdeutlicht, wie bedeutsam die genaue Dokumentation von Besprechungen und deren Ergebnissen ist und wie sorgfältig zwischen der Erfüllung bestehender Vertragspflichten und der Begründung neuer Verbindlichkeiten zu unterscheiden ist. Gerade in mehrstufigen Vertragsketten am Bau kann eine präzise rechtliche Einordnung den Ausschlag geben, ob Subunternehmer von Dritten in Anspruch genommen werden können.

Haben auch Sie Fragen zu Gewährleistungs- und Haftungsansprüchen im Baurecht? Rechtsanwalt Mag. Laurenz Villani berät und vertritt Sie mit Sorgfalt und Erfahrung.

Gewährleistung und Schadenersatz beim Gebrauchtwagenkauf: Motorschaden führt zum vollen Erfolg vor dem Bezirksgericht Wiener Neustadt

Was als sorgfältig geprüfter Kauf eines gebrauchten Audi SQ5 begann, endete für unseren Mandanten zunächst in einer monatelangen Odyssee aus Pannen, Vertröstungen und schließlich einem schweren Motorschaden. Mit Urteil des Bezirksgerichts Wiener Neustadt konnte nun ein bemerkenswerter Erfolg erzielt werden: Dem Mandanten wurde der überwiegende Teil seiner Reparaturkosten samt Zinsen zugesprochen, und zwar einschließlich des Ersatzes seiner Verfahrenskosten.

Der Ausgangsfall

Im März 2023 erwarb unser Mandant von einem Einzelunternehmen einen gebrauchten Audi SQ5 zu einem Kaufpreis von EUR 28.000,--. Das Fahrzeug war im Kaufvertrag in sämtlichen Bereichen mit „Gut“ bezeichnet worden und verfügte über ein gültiges Pickerl nach § 57a KFG. Nach einigen unauffälligen Monaten kam es Ende Juli 2023 zu einer Panne mit lautem Knall, Rauchentwicklung und Leistungsverlust. Der Verkäufer sagte zu, die defekten Injektoren im Wege einer Verbesserung zu tauschen. Es dauerte jedoch mehr als einen Monat, bis das Fahrzeug zurückgegeben wurde, begleitet von der Zusicherung, nunmehr sei alles in Ordnung.

Das war es jedoch nicht. Bereits wenige Wochen später traten erneut Kontrollleuchten und massiver Ölverlust auf. Trotz wiederholter Vorsprachen wurde dem Mandanten versichert, mit dem Fahrzeug sei alles in Ordnung, bis ihm schließlich im März 2024 beschieden wurde, er habe bereits eine Verbesserung erhalten und müsse sich nunmehr selbst um sein Fahrzeug kümmern. Im April 2024 stellte eine Fachwerkstätte schließlich einen schweren Motorschaden fest, dessen Behebung eine Generalüberholung erforderte und Kosten von knapp EUR 11.800,-- verursachte.

Die rechtliche Auseinandersetzung

Der Beklagte trat dem Klagebegehren entschieden entgegen. Er wandte insbesondere Verjährung ein, bestritt die Mangelhaftigkeit des Fahrzeuges, bezeichnete den Injektorentausch als bloße Kulanzleistung und warf dem Mandanten vor, die schleichend auftretenden Symptome ignoriert und damit seine Schadensminderungspflicht verletzt zu haben. Überdies müsse sich der Mandant den Einbau eines günstigeren Tauschmotors entgegenhalten lassen.

Auf Grundlage eines umfassenden Beweisverfahrens, in dem insbesondere ein Kfz-Sachverständiger sowie der Mechaniker der Reparaturwerkstätte einvernommen wurden, folgte das Gericht unserer Argumentation in nahezu allen Punkten. Es stellte fest, dass die massive Verkokung des Motors bereits bei Übergabe zumindest angelegt gewesen sei, dass sie spätestens beim Injektorentausch einem Fachmann hätte auffallen müssen und dass dieser Tausch zudem nicht sach- und fachgerecht ausgeführt worden war. Der Motorschaden hätte auch durch ein früheres Aufsuchen einer Werkstätte nicht mehr verhindert werden können. Die Äußerung, der Mandant müsse sich nunmehr selbst um sein Fahrzeug kümmern, wertete das Gericht als Verweigerung der Verbesserung, sodass der Mandant berechtigt Geldersatz verlangen durfte. Auch der Verjährungseinwand ging ins Leere, und der Einbau eines gebrauchten Motors unbekannten Zustands wurde dem Mandanten zu Recht als unzumutbar erachtet.

Das Ergebnis

Das Gericht sprach dem Mandanten rund EUR 10.500,00 samt 4 % Zinsen zu. Lediglich die sogenannten „Sowiesokosten“, also Aufwendungen für ohnehin fällige Wartungsteile wie Wasserpumpe, Riemen oder Steuerkette, wurden in Abzug gebracht. Der Mandant obsiegte somit mit rund 88 % seines Begehrens. Zusätzlich wurde der Beklagte zum Ersatz der Verfahrenskosten verpflichtet.

Unser Fazit

Der Fall zeigt eindrucksvoll, dass Käufer eines mangelhaften Gebrauchtwagens auch dann nicht rechtlos gestellt sind, wenn die Gewährleistungsfrist vertraglich verkürzt wurde und sich die Verkäuferseite auf Kulanz, Verjährung und Eigenverantwortung beruft. Entscheidend sind eine lückenlose Dokumentation, eine sachverständig untermauerte Darlegung der Mangelursache sowie ein konsequentes, strategisch durchdachtes Vorgehen. Wenn auch Sie nach einem Autokauf mit verborgenen Mängeln oder verweigerten Verbesserungen konfrontiert sind, stehen wir Ihnen gerne mit Erfahrung und Nachdruck zur Seite.

Rechtsanwalt Mag. Laurenz Villani, 1090 Wien

 

Freispruch vom Vorwurf der Nötigung und gefährlichen Drohung: Gezielte Befragung deckt Schwächen der Belastungszeugen auf

Mit einem Freispruch endete vor dem Landesgericht für Strafsachen Wien ein Verfahren, in dem einer jungen Mandantin die versuchte Nötigung und eine gefährliche Drohung zur Last gelegt worden waren. Das Landesgericht für Strafsachen Wien sprach die Angeklagte mangels Schuldbeweises frei.

Der Vorwurf

Mit Strafantrag der Staatsanwaltschaft Wien legte diese unserer Mandantin, zur Last, sie habe eine andere junge Frau mit der Äußerung, diese möge sich mit ihr treffen, damit sie sie schlagen könne, andernfalls werde sie ein (Nackt-)Video an ihre Bekannten weiterleiten, zu einem Treffen zu nötigen versucht. Überdies solle sie in einem Telefonat angekündigt haben, vor der Wohnung der Betroffenen zu warten und diese abzustechen. Der Vorwurf wog schwer, und der Ausgang des Verfahrens war für die junge Mandantin von erheblicher Tragweite, drohten ihr doch eine strafgerichtliche Verurteilung und die damit verbundenen Folgen für ihren weiteren Lebensweg.

Die Hauptverhandlung

Im Zentrum der Hauptverhandlung stand die Einvernahme von angeblichem Opfer und einem Zeugen, auf deren Angaben sich der Tatvorwurf im Wesentlichen stützte. Die Verteidigung verfolgte von Beginn an die Strategie, die Verlässlichkeit dieser Aussagen einer genauen Prüfung zu unterziehen. In der sorgfältig vorbereiteten und gezielten Befragung des Zeugen durch Rechtsanwalt Mag. Laurenz Villani traten erhebliche Schwächen, Unstimmigkeiten und Erinnerungslücken zutage, die den Beweiswert seiner Angaben maßgeblich erschütterten. Damit blieben wesentliche Zweifel an der Richtigkeit der Anschuldigungen bestehen, die auch durch die übrigen Beweisergebnisse nicht auszuräumen waren.

Das Ergebnis

Das Landesgericht für Strafsachen Wien gelangte zur Überzeugung, dass ein Schuldbeweis nicht erbracht worden war, und sprach die Mandantin gemäß § 259 Z 3 StPO von beiden Anklagepunkten frei. Der Grundsatz „im Zweifel für den Angeklagten“ hat sich somit einmal mehr bewährt. Bemerkenswert ist zudem, dass der Opfervertreter im Verlauf der Hauptverhandlung den zuvor im Rahmen der polizeilichen Einvernahme erklärten Privatbeteiligtenanschluss zurückzog.

Unser Fazit

Der Fall zeigt, dass der Ausgang eines Strafverfahrens nicht allein von der Anklageschrift, sondern ganz wesentlich von der Qualität der Beweisaufnahme abhängt. Eine gründliche Aktenkenntnis, eine präzise Vorbereitung und eine konsequente, zugleich sachliche Befragung der Zeugen können den entscheidenden Unterschied machen. Wenn auch Sie mit einem strafrechtlichen Vorwurf konfrontiert sind, stehen wir Ihnen gerne mit Erfahrung, Sorgfalt und Nachdruck zur Seite.

Rechtsanwalt Mag. Laurenz Villani, 1090 Wien

Freispruch vom Vorwurf des betrügerischen Datenverarbeitungsmissbrauchs: Wie der Vorsatz widerlegt wurde

Ein junger Mandant sah sich mit einem Vorwurf konfrontiert, der schwer wog. Die Staatsanwaltschaft Wien legte ihm zur Last, gemeinsam mit unbekannten Mittätern eine internationale Großbank um einen Betrag von mehr als EUR 5.000,– geschädigt zu haben. Dazu soll er Bargeld auf sein Girokonto eingezahlt, kurz darauf wieder behoben und noch vor der systemtechnischen Verbuchung Überweisungen an einen Sportwettenanbieter veranlasst haben. Die Überweisungen seien dadurch trotz fehlender Deckung möglich gewesen. Angeklagt war der Verdacht des betrügerischen Datenverarbeitungsmissbrauchs, ein Delikt mit empfindlicher Strafdrohung. Für einen Menschen am Beginn seines Berufslebens hätte eine Verurteilung weitreichende Folgen gehabt.

Der Mandant vertraute sich meiner Kanzlei an, und ich vertrat ihn im gesamten Verfahren. Von Beginn an war klar, dass sich die Verteidigung auf die subjektive Tatseite konzentrieren musste. Das äußere Geschehen, nämlich Einzahlungen, Behebungen und Überweisungen, ließ sich anhand der Kontobewegungen kaum bestreiten. Entscheidend war vielmehr die Frage, ob der Mandant tatsächlich mit dem erforderlichen Bereicherungsvorsatz gehandelt hatte. Dieser Vorsatz lässt sich nicht aus dem bloßen Ergebnis ableiten, sondern muss sicher festgestellt werden können.

In der Hauptverhandlung vor dem Landesgericht für Strafsachen Wien am 16. September 2026 gelang es mir, diesen Vorsatz Schritt für Schritt wegzuargumentieren. Ich legte dar, dass die Kontobewegungen auch ein anderes Verständnis zulassen, als es die Anklage unterstellte, und dass sich aus ihnen keineswegs zwingend ableiten lässt, der Mandant habe die Bank bewusst und gewollt schädigen oder sich unrechtmäßig bereichern wollen. Auch die Aussage des als Zeugen vernommenen informierten Vertreters der Bank vermochte diese Zweifel nicht auszuräumen. Das Gericht folgte der Argumentation der Verteidigung und sprach den Mandanten gemäß § 259 Z 3 StPO von beiden Anklagepunkten frei, weil ein Schuldbeweis nicht erbracht worden war. Die Staatsanwaltschaft verzichtete noch in der Verhandlung auf Rechtsmittel, sodass der Freispruch rechtskräftig ist.

Der Fall zeigt, welche Bedeutung der subjektiven Tatseite im Strafverfahren zukommt. Die Anklagebehörde trägt die Beweislast, und wo begründete Zweifel am Vorsatz bestehen, darf nicht verurteilt werden. Wer sich einem strafrechtlichen Vorwurf ausgesetzt sieht, ist gut beraten, frühzeitig rechtlichen Beistand zu suchen. Die Kanzlei Villani verteidigt ihre Mandanten mit Sorgfalt, Beharrlichkeit und dem notwendigen Blick für das Wesentliche.

Rechtsanwalt Mag. Laurenz Villani, 1090 Wien

0676/9570153

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